vom 10. Mai bis 13. Mai 2018 (Himmelfahrt)
Die Gartenpartie 2018
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Die Gartenpartie 2018

. . . von Vatertag bis Muttertag . . .
HEREINSPAZIERT! Nostalgie und Gartenlust um 1900

Im Mittelpunkt der diesjährigen Gartenpartie stehen Nostalgie und Gartenlust um 1900.
In dieser Epoche herrschten auch im Weser-Ems-Gebiet Wohlstand und große Zukunftszuversicht vor. Die Wirtschaft boomte.
Die größeren Städte und mit ihnen die Einwohnerzahlen wuchsen extrem. Die sogenannte „Gründerzeit“ rief eine bis dahin nie dagewesene Baukonjunktur hervor, die auch den ländlichen Raum erfasste. Mit Hilfe des Mineraldüngers konnten die Heide- und Geestbauern des Oldenburger Münsterlandes ein Vielfaches von dem erwirtschaften, was die kargen Sandböden zuvor hervorgebracht hatten.
Die Residenzstadt Oldenburg nahm in ihrer zentralörtlichen Funktion gleichzeitig an Bedeutung zu. Der verspätete Eisenbahnanschluss (1867) war alsbald wettgemacht. Der großherzogliche Hof und seine zahlreiche Beamtenschaft erhielten zusätzliches soziales Gewicht. Spiegelbilder solcher Entwicklungen waren u. a. der Neubau des „großherzoglichen Hoftheaters“ und der Ausbau des Schlossgartens. Oldenburg erwarb sich innerhalb kürzester Zeit den Ruf einer
Gartenstadt, was aber nicht nur auf den Ausbau öffentlicher Grünanlagen zurückzuführen war, sondern auch an dem vom Hof vorgelebten Interesse an Gartenkultur und Gestaltung lag.


Bürger wie wohlhabende Bauern verliehen den eigenen haus- und hofnahen Grundstücken ein Nutz- und Ziergartengepräge, das der Freude an schönen und außergewöhnlichen Pflanzen ebenso gerecht wurde wie dem Bedarf an selbstgeernteten Obst- und Feldfrüchten.
Das Bedürfnis nach gärtnerischer Gestaltung und Nutzung hausnaher Flächen scheint im Oldenburgischen und in seinen Nachbarregionen besonders ausgeprägt gewesen zu sein. Dabei „mit der Schubkarre ums eigene Anwesen fahren zu können“, ist ein um 1900 in Oldenburg auszumachendes Spezifikum für die Bevölkerung der innenstadtnahen Neubaugebiete, was man in Städten wie Bremen oder Münster
vergeblich sucht. In der Stadt Oldenburg und seinen be-
nachbarten Kleinstädten dominiert die Ein- bis Zwei-familienhausbauweise mit Garten drumherum – und das bis auf den heutigen Tag.


Während Mitte des 19. Jahrhunderts noch Nutzgärten vorherrschten, wandte sich in Deutschland die Gartenkultur der Gründerzeit vom englischen Landschaftsgarten ab und unterstrich die künstlerische Einheit zwischen Haus und Garten. Die Einfriedung des Gartens mit Zaun und Gartenpforte kam in Mode, größere Gärten wurden mit Gartenhäusern, Laubengängen und Brunnen bestückt und so zum „Wohnraum unter freiem Himmel“.


Auch die „Haltestelle Museumsdorfbrink“ wird In diesem Jahr wieder angefahren: Die Mini-Dampflok dreht unermüdlich ihre Runden. Das museumpädagogische Team hat wie immer in der Dorfschule ein spannendes Programm für kleine Gartenfans vorbebereitet.

 

Impressionen: Gartenpartie
Unsere Fotogalerie zeigt Ihnen vielfältige und lebhafte Impressionen der Gartenpartie
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